Spritpreise steigen trotz Tankrabatt – Regierung prüft neue Entlastungen
Veröffentlicht 19.10.2026
Laut ADAC kostet Super E10 wieder rund 2,15 Euro pro Liter. Die Bundesregierung diskutiert Direktzahlungen, Hilfen für Branchen und einen Spritpreisdeckel.
Der Tankrabatt wirkt nur noch teilweise. Seit dem 1. Oktober 2026 ist die Energiesteuer auf Benzin und Diesel gesenkt – rechnerisch eine Entlastung von rund 17 Cent pro Liter inklusive Umsatzsteuer, befristet bis zum 31. Dezember 2026. Laut ADAC kostete Super E10 Mitte Oktober im bundesweiten Schnitt rund 2,15 Euro pro Liter, 2,5 Cent mehr als in der Vorwoche. Diesel stieg um 1,4 Cent auf etwa 2,25 Euro. Als Grund nennt der ADAC den Ölpreis: Brent kletterte innerhalb einer Woche von rund 100 auf 106 US-Dollar je Barrel.
Was die Regierung diskutiert
- Wirtschaftsministerin Katherina Reiche bevorzugt direkte Zahlungen an Bürger, die das Einkommen berücksichtigen könnten. Beträge und Termine stehen noch nicht fest.
- Verkehrsminister Steffen Bilger hält gezielte Hilfen für Bus-, Taxi- und Fuhrunternehmen für möglich.
- Ein vorübergehender Spritpreisdeckel ist nach bisherigen Plänen spätestens Anfang 2027 vorgesehen. Reiche hat Vorbehalte und bringt stattdessen eine niedrigere Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe ins Gespräch, die Änderungen auf EU-Ebene erfordern würde.
Für Autofahrer heißt das: Eine neue Prämie kann derzeit weder beantragt noch eingeplant werden. Der ADAC hält die Preise weiter für zu hoch und erwartet keine schnelle Wende. Wer sparen will, tankt am besten kurz vor 12 Uhr – danach dürfen Tankstellen ihre Preise erhöhen.
Preise vergleichen: aktuelle Spritpreise in Deutschland.
Quellen: Spritpreisanalyse Oktober: Steuersenkung verpufft, Preise steigen – Motorrad & Reisen · Spritpreise bleiben hoch: Regierung erwägt neue Geldhilfen – Karlsruhe Insider · Spritpreise bleiben hoch: Benzin und Diesel trotz Tankrabatt teuer – Münster Aktuell
